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Chania – die vielleicht schönste Stadt Griechenlands (und ein kleines Abenteuer)

…Und das behaupte nicht nur ich, auch ein ehemaliger Klassenkamerad von mir, seines Zeichens waschechter Grieche, sagte das und empfahl uns, die Stadt unbedingt anzuschauen. Allgemein hätten wir uns auf Kreta wirklich gern so viele Sehenswürdigkeiten angesehen, leider fehlte uns aber ein bisschen die Zeit und wir wollten uns ja auch vor allem entspannen und Zeit am Pool und am Meer verbringen. Wenn ich noch einmal nach Kreta fliege, werde ich mir auf jeden Fall noch mehr anschauen. Ganz vorne mit dabei: die pinken Strände von Elafonissi.

Aber zurück zu Chania. Es befindet sich im Westen der Insel und ist von Bali, unserem Urlaubsort ungefähr 91 km und von der Hauptstadt Heraklion etwa 141 km entfernt. Es gibt auf Kreta mehrere geführte Touristen Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten der Insel. Auch in unserem Hotel hing ein Zettel mit Touren und den Preisen. Fast hätten wir uns für eine der Touren angemeldet, aber 40 Euro pro Person erschienen uns doch recht teuer. Zumal an dem Tag nicht nur eine Sehenswürdigkeit angefahren wird, sondern gleich 3 oder 4. Unsere Befürchtung war einfach, dass wir den ganzen Tag nur im Auto sitzen würden. Also machten wir uns ein wenig schlau und recherchierten, dass auch nationale Busservices die Strecken fahren (Schienenverkehr gibt es auf Kreta nicht) und dass wir von Bali aus dorthin fahren konnten. Nachdem uns der nette Rezeptzionist unten im Dorf an der Hauptstraße und der Bushaltestelle rausgelassen hatte, begann das Abenteuer. Ja, wir haben es durchaus als Abenteuer betrachtet, in einem Land, in dem man zum Teil nicht einmal die Schrift lesen kann, „in irgendeinen Bus“ zu steigen. Aber hey, es hat funktioniert! Wir kauften unsere Tickets (ging sogar auf Englisch) für ungefähr 20 Euro pro Person für Hin-und Rückfahrt, was wir völlig okay fanden. Die Busfahrt an sich war auch völlig in Ordnung, die Serpentinen machten uns entweder nicht so arg zu schaffen wie nach unserer Ankunft oder waren einfach nicht so schlimm. Mit dem Bus brauchten wir ungefähr 1,5 Stunden nach Chania, also saßen wir an dem Tag ungefähr 3 Stunden im Bus. Da die Busse aber klimatisiert waren (oder zumindest der auf dem Hinweg, beim Rückweg bin ich mir nicht so sicher ;D), war es völlig in Ordnung.

Chania Old Town2.JPG

In Chania selbst besorgten wir uns einen Stadtplan und los gings, die Stadt zu Fuß erkunden. Sie ist nicht übermäßig groß, was uns nur gelegen kam, da es wirklich heiß war. Chania Old Port.JPG Ich muss sagen, die Stadt ist wirklich wunderschön. Wir waren beide richtig beeindruckt von der Altstadt, dem Hafen und auch der Atmosphäre, die dort herrscht. Alle waren freundlich und die Stimmung wirkte so entspannt und gelassen. Allgemein fand ich die Einheimischen aber sowieso super freundlich. Wir flanierten durch die Altstadt und die Shoppingmeile und wurden auch direkt fündig – so konnte ich mir endlich meinen Wunsch nach einem Tüllrock erfüllen und Anja konnte sich gar nicht zwischen all den bodenlangen Kleidern entscheiden.

Chania Lighthouse.JPG

Chania Lighthouse2.JPG

Chania Small Street.JPG

Chania beautiful House.JPG

Chania Small Street2.JPG

Blick auf Chania.JPGCHania Old Town.JPG

Chania Old Port.JPG

An sich war es natürlich schon voll in Chania, aber es verlief sich eigentlich ganz gut. Was ich als etwas störend empfand, waren die doch sehr aufdringlichen Restaurantbetreiber in der Altstadt, die jeden ansprechen, der vorbei läuft oder gar den Fehler macht, auch nur für 2 Sekunden stehen zu bleiben. Mich spricht so ein Verhalten überhaupt nicht an, im Gegenteil ich bin dann abgeschreckt und gehe erst recht weiter.

Besonders schön fand ich den alten Hafen mit den ganzen Fischerbooten. Interessant fand ich auch die Boote, auf denen Naturschwämme verkauft wurden und dachte kurz darüber nach, mir einen zu kaufen, ließ es dann aber doch.

Chania Harbour.JPG

Fazit: Chania ist wirklich eine wunderschöne Stadt und solltet ihr auf Kreta sein und die Gelegenheit haben, sie anzuschauen: Nutzt sie! Es lohnt sich. Darüber hinaus kann ich empfehlen, ruhig auch auf die öffentlichen Busse zu vertrauen, so erlebt man ein kleines Abenteuer und wenn man die Zeit hat – vielleicht entdeckt man ja noch ganz neue, kleine und süße Orte, in denen ein Shuttle vom privaten Reiseunternehmen einfach nicht anhält? Ich bin sehr froh, mit dem Bus gefahren zu sein und würde es jederzeit noch einmal so machen.

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