Modemädchen/Reise

Melt 2015: Von Abenteuern und Erkenntnissen

Letztes Wochenende war das MELT! Festival. Falls ihr es nicht kennt, es ist ein Elektro Festival in Ferropolis, auch „Stadt aus Eisen“ genannt. Dort – und in der kleinen Stadt Gräfenhainichen nebenan – ist man gerade als Stadtmensch doch eher irritiert von der wirklich sehr, sehr ländlichen Lage. Ich glaube, nie verirren sich so viele Hipster dorthin. Und da muss man sich natürlich anpassen. Ähm.

Festival Style im Sommer

Ich muss gestehen. Ich war noch nie ein großer Fan von Camping. Da es sich diesmal aber nicht vermeiden ließ, weil alle Hotels gefühlt einfach zu weit weg waren, haben wir es gewagt. Nun kommen wir zum interessantesten Teil: Den Abenteuern und Erkenntnissen, die man aus den (für uns) 2 Tagen ziehen kann.

Die Stadt aus Eisen

Zunächst: Chaos ist bei diesem Festival scheinbar an der Tagesordnung und die Organisation der Festivalveranstalter lässt sehr zu wünschen übrig. Probleme beim bargeldlosen bezahlen? Ach, ist halt das erste Mal, nächstes Mal ist’s bestimmt besser. Unwetterwarnung? Hm nein, die Shuttlebusse dürfen leider nicht fahren, ihr müsst alle auf dem Campingplatz bleiben. Aber das Festivalgelände macht deshalb später auf. Ist doch wohl akzeptabel. Oh, wir haben keine oder zu wenig Wegweiser, Beschilderungen oder kompetentes Personal hier? Ihr werdet die Wege ja trotzdem finden.

Die Musik, die ja eigentlich das Wichtigste ist, verkommt bei einem Festival ja auch gerne fast zur Nebensache, etwa wenn man auf dem Campingplatz versackt. Aber es war schon cool, Kyle Minogue, Kwabs und Tove Lo zu sehen. Und vor allem: Wir haben Years&Years gesehen, yeah!

Tove Lo beim Melt Festival

Nach Tove Lo. Perfekt ausgerüstet mit der Seifenblasenpistole (mit Licht- und Soundeffekten!!)

Zusätzlich haben wir den Fehler gemacht, beim Hinweg alles auf einmal zum Campingplatz zu schleppen. (Ja ich weiß, es war meine Idee und ja, sie war Mist!) Es war unglaublich heiß an dem Wochenende und wir haben immer noch den Sonnenbrand unseres Lebens. Nächste Erkenntnis: Sonnencreme benutzen. Regelmäßig. Oh, und falls ihr auch ein Mal zum Melt! wollt, denkt an Seife, falls ihr – so wie ich – das Bedürfnis nach regelmäßigem Händewaschen habt. Denn die „guten“ Toiletten auf dem Campingplatz kosten zwar 50 Cent pro Besuch, bieten aber keine Seife.

Die Umgebung

Nächster Tipp: Sucht euch euren Platz für das Zelt gut aus. Sehr gut. Wir hatten neben uns eine niederländische Gruppe, die gefühlt den zentralen Treffpunkt aller Niederländer auf dem Platz darstellten. Zumindest haben sie die ganze Nacht lang durchgängig geredet (was ziemlich nervig ist, wenn man selbst wenigstens ein paar Stunden Schlaf bekommen will). Highlight war dann Einer aus der Gruppe, der fast in unser Zelt fiel, weil er anscheinend depressiv war und die falschen Drogen nahm. Vielleicht war das Highlight aber auch der Starkregen und die riesigen Hagelkörner, die uns Samstagmittag heimsuchten. Tipp: Überlegt euch vorher genau, ob alle eure Klamotten im Zelt sein sollen. Unsere waren dann nass und wir sind nachts nach Kylie Minogue zurück gefahren. Dann noch eine allgemeine Verkehrskontrolle überstanden und wir waren nachts um 4:30 Uhr im Bett.

Der Mietwagen von Europcar, ein Fiat 500 Cabrio.

Unser Mietwagen, ein Fiat 500 Cabrio, bei Europcar gemietet.

Kommen wir zum Fazit: Gerade wenn ihr zum Melt! Festival fahrt, macht euch vorher bewusst, wie unglaublich weit die Laufwege sind. Packt euch entsprechende Schuhe ein (vor allem, denkt an die Gummistiefel!), nehmt nur das nötigste an Gepäck mit, erwartet nicht, dass man euch detaillierte oder kompetente Auskünfte gibt, nehmt euch ruhig Getränke mit, aber bitte keine fertigen Cocktails aus dem Supermarkt für 2 Euro (erspart euch diese Erfahrung), ihr müsst Bier auch trinken können, wenn es warm ist. Denn keine Kühltasche hält ewig und wenn es 35 Grad Außentemperatur sind… Was sich aber auch sehr schnell ändern kann.

Das Unwetter samt Hagelsturm

Riesige Hagelkörner

Keine Diamanten, sondern Hagelkörner.

Trotzdem: Danke Melt!. Danke für diese Abenteuer und Erkenntnisse. Und danke für die Musik. Nächstes Jahr bei guten Acts gerne wieder. Dann aber noch besser vorbereitet. Oder doch direkt Hotel…

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